(woche41)
MO: kleine Runde laufen, gemütlicher Abend, sogar Lesen ist wieder einmal möglich.
Die Kleinen werden "ausgiebig" ins Bett gebracht. Zuerst herumtollen und reiten, dann noch mehrere Geschichten.
DI: Treffen mit Stadtrat und 2 Beamten zum Wohnort Projekt. Die Beamten wollen nichts davon wissen, solange keine Rechtssicherheit herrscht.
Es wird noch einiges an Überzeugungsarbeit brauchen, und vor allem funktionierende Beispiele, bevor so etwas auch bei uns realisierbar ist. Die Angst vor Neuem, Unbekannten ist greifbar. Wir machen dann aber sogar eine Runde im Ort und schauen uns ein paar "Hotspots" an. Ines ist mit Kinderwagen ebenfalls dabei.
MI: das Ende der Schönwetterperiode ist leider absehbar, ich gönne mir 2 Stunden alleine in der Schütt. Ich steige unter die Wand beim Alpengartenweg hinauf. Dort entspringt der Bach direkt aus dem Fels, auf einer Breite von ca. 500 Meter ist von der Ebene unten bis hinauf zum Felsen wunderschönes Bergsturzgebiet das sehr archaisch aussieht.
Allerdings ist es nicht einfach zu begehen, mehrmals denke ich mir ich sollte mich hier nicht verletzen, hier findet dich niemand. (außer mit Handypeilung...)
Am Abend besuchen wir gemeinsam mit den Wuttis die Premiere des neuesten Stücks des KSMG. Sie gehen jetzt ein wenig in Richtung Kommerz, spielen allerdings hochklassig. Durch einen Unfall sind 2 Schauspieler ausgefallen, zwei Profis ersetzen sie innerhalb eines Tages so gut, dass es nicht auffällt.
DO: B. hat trotz mehrmaliger Bitten nicht geschafft ihre Schuhe zu verräumen. Ich stecke alle 5 Paare in einen großen Sack und gebe ihn in den gr. Raum. Zum Parteimeeting wird es wieder knapp, und sie sucht verzweifelt ihre Schuhe.
Schreierei und Streiterei.
Racers mit Peter, wir trinken ein paar gemütliche Biere
FR: Fußball überraschend gegen die Mannschaft von St. Job. Wir bringen ihnen eine sehr empfindliche Niederlage bei (6:3), und entsprechend fröhlich sitzen wir danach zusammen und stoßen zusätzlich auf den Geburtstag von Ernst an.
SA: am Abend möchte ich eigentlich zur 3 Jahresfeier des Racers gehen. Da niemand von den Freunden Zeit hat, bleibe ich zu Hause, wir trinken eine Flasche Wein.
B. und Alina spielen wieder einmal Stress, und streiten danach wie üblich fürchterlich.
Alina dreht den Fernseher auf, und siehe da es wird der Stones Film von Scorsese gespielt. Das erste mal Keith Richards sehen ist ein Schock. Er sieht aus wie die Untoten aus "Pirates of the Caribbean". Dann kommt man aber schnell drauf, dass der Film sehr gut gemacht ist, und die Show der Stones nach wie vor ein großes Erlebnis.
Auch der Schluss ist ausgesprochen gut gelungen, Scorsese erspart den Zusehern den Blick auf die erschöpften Rentner.
Weiter geht es auf 3Sat mit Lou Reeds "Berlin". Hier steht die Show eindeutig im Hintergrund, dafür die Musik sehr im Vordergrund. Eine eigentlich unbekannte Rockgeschichte, sehr gut erzählt.
SO: wir fahren nach Wien, allerdings erst nach 10.
B. ist wieder unglaublich was ihre Verzögerungstaktiken anbelangt. In Wien kommen wir drauf dass sie die Tasche der Kids im Büro stehen lassen hat...
Wir kommen zur Kinderkreativrunde im Mumok natürlich auch zu spät, erwischen aber
eine Erwachsenenführung im Museum Leopold.
Diese ist nicht uninteressant, wobei mich die ausgestellten Exponate bis auf einige wenige nicht wirklich beeindrucken.
Interessant ist allerdings die Hintergrundinfo, dass Klimt mit seinen Vorschlägen für das Deckenfries der Uni für einen totalen Skandal gesorgt hat, und sich daraufhin mehr oder weniger auf das malen "schöner" Bilder verlegt hat.
Nach dem Einchecken im "Hotel" wollen wir noch etwas essen, und gehen dafür den halben Neunten ab. Der Kebabladen direkt in der Alserstraße ist so etwas von nicht einladend, dass man schon fast hineingehen müsste.
Wir wandern eine Seitenstraße hinauf und enden schließlich wieder oben beim Running Sushi. Alina ist begeistert.
Die Nacht im "Hotel" verläuft sehr ruhig, die "Kellerbar" ist scheinbar wirklich nur mehr für private Feste zu mieten.
MO: Wir frühstücken in einem größeren Raum der Pension. Auch sehr originell wie im Hotel alle aus einer Familie kommen. Der Sohn an der Rezeption, die Mutter sorgt für Nachschub beim Frühstück und die Großmutter hat die Kontrollaufgaben im Frühstücksraum.
Danach geht es in den Ersten, zum Nespresso Shop. Wirklich angenehm im inneren der Geschäfte und in den Tiefgaragen, die Abkühlung auf ein paar Grad Celsius und der Regen sind unerträglich.
Nach George Cloonie geht es weiter in die Kärntnerstraße, die Kleinen haben keine Kleider mit und müssen für den Festakt am Nachmittag
entsprechend ausgestattet werden. Das dauert natürlich seine Zeit. Ich nutze diese für einen kurzen Spaziergang auf der Kärntnerstraße, wo mich ein sehr netter Englender anspricht, mit dem ich schnell über Gott und das Wirtschaftssystem diskutiere.
Danach stellt sich natürlich schon die Frage einer kurzen Zwischenverpflegung, wir wandern zum Naschmarkt.
Der Klobesuch am Karlsplatz wird zum Erlebnis der ganz besonderen Art, der Bereich ist immer noch eine Hotspot für seltsame Figuren aller Art. Im Herrenklo steht einer neben mir der mit seiner Schwester telefoniert und sich darüber beklagt dass seine Eltern ihn schlecht behandeln. Im Damenklo wird B. von der Klofrau angeschnautzt ob wirklich alle aufs Klo gehen wollen...
Am Nachmarkt gibt es zwar alle Obstsorten der Welt zu kaufen, es ist aber so kalt dass die Kleinen zu jammern beginnen, und wir schnell zwei Leberkässemmeln kaufen und danach wieder in die U-Bahn flüchten.
Zum besonderen Erlebnis wird dann die Parkplatzsuche in Uni Nähe. Ich fahre die ganze Innenstadt ab, und komme um ein Haar in eine Bauerndemo. Ich genieße aber nach so langer Zeit wieder einmal das Fahren in der Stadt. Einige Straßen wurden etwas entschärft, trotzdem fahren viele noch wie wahnsinnig.
Ich komme punktgenau zum Festakt zurecht. Im großen Festsaal hängen jetzt die Vorschläge von Klimt, die Originale sind leider 1945 verbrannt. Jeder Studierende schildert kurz worüber er/sie die Arbeit geschrieben hat. Man versteht es nur bei zwei wirklich. (die Akustik ist schlecht, und man merkt dass die StudentInnen auch nicht dafür ausgebildet wurden in ein Mikro bzw. vor Publikum zu sprechen.
Klaus ist jetzt doppelter Magister und einfacher Doktor, alle sind stolz auf ihn, er nimmt es sehr gelassen.
Im Anschluss geht es ins alten AKH zum Essen, ich stelle zum dritten mal am heutigen Tag das Auto um. Die Parkgaragen sind wirklich teuer, aber der letzte Platz kostet mich nur mehr den Weg in eine Trafik und zwei Euro.
Das Bier im Lokal wo gefeiert wird ist ein Gedicht, leider muss ich heute noch nach Kärnten fahren...
Das gelingt am Abend auch ganz gut, von der Alserstraße bis zu uns in nur 3:20.